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Stickstoffgepuscht?


Was bedeutet das? Unsere jahrzehnte lange Erfahrung in der Obstpflanzenproduktion und in der Vermarktung, hat uns oft gezeigt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt! Auch eine Pflanze kann in die "Abhängigkeit" von von Nährstoffen fallen, wird diesen in der Anzucht permanent Stickstoff zugeführt. Wie wirkt sich dieses aus? Heutzutage ist es so, dass konventionelle Betriebe in der Pflanzenanzucht "den Druck von oben" haben, sie werden durch die immer schnellere Wirtschaft und starken Konkurrenzdruck gezwungen, zeitsparend ihre Produkte zu erzeugen, schneller, größer und einheitlicher, um den "neuzeitlichen" Anforderungen gerecht zu werden... Werden solche Pflanzen in der Baumschulanzucht permanent mit Stickstoff "getrimmt", wachsen, wachsen, wachsen sie. Man stelle sich vor: Durch die übermäßige Zufuhr von Stickstoff, wachsen solche Pflanzen bis in den Spätherbst, teilweise bis in den Frühwinter. Viele der Triebzellen können nicht richtig ausreifen, können sogar unter Umständen im Winter von starken Frösten Triebschäden erleiden, Frost kann eindringen und sogar durch seine ausdehnende Wirkung einzelne Pflanzenzellen "sprengen" - schlecht für Sie! Auch hat dieses zur Folge, das solche Pflanzen sich an diesen ständig zugeführten Nährstoffhaushalt gewöhnen und in die sogenannte "Abhängigkeit" fallen, der "Teufelskreis" beginnt...

In erster Linie sehen solche Pflanzen beim Kauf extrem kräftig aus - vielleicht aber auch zu extrem.Meist ist ihre Optik einheitlich, ein Baum gleicht dem anderen, selbst Sortenunterschiede (jede Sorte hat einen unterschiedlichen Wuchs!) können nicht einmal untereinander erkannt werden, achten Sie doch mal darauf.

Was passiert nun?

Diese Pflanze wird ihrem extrem "nahrungsgetränkten" Leben entrissen und wird in einem neuen Umfeld, bzw. in Ihrem Garten gepflanzt. Folglich ist es generell so, das kaum ein Gartenliebhaber, bzw. Privatmensch mit Pflanzenerfahrung genau weiss, wie hoch er denn im darauffolgendem Jahr den Dünger für den im Garten neu gepflanzten Baum dosieren soll, oft läßt er es dadurch einfach bleiben - über mehrere Jahre. Für den frisch gepflanzten Baum bricht dadurch eine "Welt" zusammen, der sogenannte "Entzug" von der sonst stets in Massen zugeführten Nahrung setzt ein. Wie wirkt sich dieses aus? Normal naturnah erzogene

Pflanzen, haben einen ausgeglichenen Nährstoffhaushalt, können sich sofort, nachdem sie gepflanzt sind, an die Bodenverhältnisse gewöhnen, kommen dann sogar die ersten Jahre fast ohne Düngergaben zurecht und prägen nach 2-3 Jahren ein solides Pflanzengerüst. Anders sieht es da mit den "Abhängigen" und "gepuschten" Pflanzen aus. Durch den einsetzenden "Nahrungsentzug" haben diese Pflanzen es verlernt, sich leichter und unproblematischer an neue Bodenverhältnisse zu gewöhnen. Vielmehr sind sie damit beschäftigt, ohne die in der Anzucht zugeführten Nährstoffe klarzukommen, somit zu "überleben". Dieses wirkt sich meistens so aus, das diese Pflanzen im Wachstum einfach "stehenbleiben", teilweise über Jahre, bis sie ihre extreme Sucht nach Nahrung überwunden haben.

In unserem Betrieb kommt es erst garnicht dazu. Unsere Pflanzen werden "naturnah" erzogen, bekommen nur Pflanzendünger, die temperaturgesteuert sind. Kühles Wetter, weniger Nährstoffabgabe des Düngers, wärmeres Wetter, mehr Nährstoffabgabe des Düngers. Die Pflanzen nehmen somit nur an Nahrung auf, was sie für einen gesunden Wuchs brauchen - nicht mehr und nicht weniger.